Das Museum

Im 13. Jahrhundert war hier eine Stadt. Heute kaum zu glauben, doch die Spuren unter der Erde erzählen unmissverständlich von einem bewegten Leben, von einer Stadt im Aufschwung und von ihren Bewohnern. Dank archäologischen Forschungen konnten die Hauptbereiche der Stadt deutlich verortet werden – wir wissen, wo sich die Burg und der Markplatz befanden, wie die Straßen verliefen und wo die Häuser standen, deren Keller im Boden überdauerten. Die zahlreichen Spuren der Stadt sollen auch weiterhin als Bodendenkmäler unter der Erde verborgen bleiben, denn dort sind sie geschützt und sicher. Sie halten noch viele Informationen über die Bewohner des alten Freyensteins und ihr Leben bereit.

Doch bereits jetzt lässt sich vieles über die alte Stadt erzählen. Anhand von musealen Präsentationen unterschiedlicher Art können Sie im Archäologischen Park die Stadtareale bis zum – Stadttor im Südwesten – Schritt für Schritt entdecken. Ausgewählte Kellergrundrisse und der Verlauf der Zufahrtsstraße zum Markt sind durch moderne Installationen ins Szene gesetzt. Fragmente der originalen Straßenpflasterung und die Rekonstruktion der beeindruckenden Burggrabenanlage des ehemaligen Burgbereiches können erkundet werden. Sie können auch an manchen Ecken unter die Erde auf interessante Befunde schauen. Zahlreiche Tafeln und Banner informieren Sie über einzelne Lebensbereiche des mittelalterlichen Freyensteins.

Der Audioguide begleitet Sie entlang von 28 Stationen durch das gesamte Gelände des Archäologischen Parks. Manche Stadtbewohner treffen Sie als Cortenstahl-Figuren auf ihrem Spaziergang durch die Stadt(-wüstung). Und wenn Sie wissen wollen, wie es im 13. Jahrhundert hier (wahrscheinlich) ausgesehen hat, schauen Sie bei den „Treffpunkten: Archäologie“ vorbei.